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Ziel und Zweck

Die Technische Verordnung über Abfälle (TVA) verlangte ab Februar 1996 ein Deponieverbot für brennbare Abfälle. Mit der Gründung einer Stiftung Autorecycling Schweiz legten die Automobilimporteure den Grundstein für die Suche und Umsetzung einer umweltgerechten und wirtschaftlich tragbaren Lösung für die Verwertung von RESH (Shredderleichtfraktion). Etwa ein Viertel des Fahrzeuggewichts fällt nach dem Shreddern als RESH an. RESH besteht aus Kunststoffen, Gummi, Faserstoffen, Textilien, Glas und Dreck und beinhaltet wegen der groben Trennung im Shredderprozess noch rund 10 Prozent Restmetalle. RESH ist Sonderabfall.

Nach umfangreichen Untersuchungen konnte RESH ab 1996 in Kehricht(Müll-)verbrennungsanlagen (KVA) thermisch entsorgt werden. Das Beimischverhältnis zum Hauskehricht wurde vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) auf 5% festgelegt.
Damit wird das Emissionsverhalten nicht verändert, die organischen Stoffe werden verbrannt und die Schlacke ohne Gefährdung der Umwelt in geordneten Deponien abgelagert. So reduziert sich das Volumen um 70 Prozent und die Masse um 50 Prozent. Der hohe Heizwert von RESH wird als wertvolle Energie zur Stromproduktion und als Fernwärme genutzt.

Gegenüber der früheren Ablagerung bedeutet dieser Schritt einen grossen ökologischen Fortschritt. Allerdings sind mit dieser Verwertung deutlich höhere Kosten verbunden. Um einen Ausgleich zu den tieferen Deponiekosten der ausländischen Shredderwerke zu schaffen, entrichtet die Stiftung Entsorgungsbeiträge an die schweizerischen Shredderwerke. Als Kontrolle und Berechnungsgrundlage müssen die Shredderwerke die annullierten Fahrzeugausweise der geshredderten Fahrzeuge einreichen.

Neben der KVA-Lösung untersuchte die Stiftung weitere Verfahren. Bis heute ist aber keine ökologisch und wirtschaftlich bessere Technologie auf dem Markt. Zudem zeichnen sich technische Verbesserungen bei der Behandlung von KVA-Rückständen ab, die einen weiteren Entwicklungsstand darstellen. Zuerst das Kehrichtheizkraftwerk Hinwil, danach die KVA Monthey haben den trockenen Schlackenaustrag realisiert. Gegenüber dem bisher gewohnten Nassaustrag besitzt dieses System einige Vorteile wie zum Beispiel die bessere Qualität und Quantität der aussortierten Metalle. In einem grossangelegten Projekt in Hinwil wird der Fokus auf die Rückgewinnung der feinen Metalle unter 5mm Korngrösse untersucht. Es sind auch Messungen mit RESH vorgesehen, die von der Stiftung finanziell unterstützt werden.

Mit der seit dem Jahr 2000 hundertprozentigen thermischen RESH-Verwertung hat die Schweiz innerhalb Europas eine Spitzenposition inne. Die Stiftung ist jedoch offen, alternative Lösungen zu prüfen, welche ökologisch und wirtschaftlich besser sind als die heute praktizierte.

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