Gegenüber der bisher weltweit üblichen Deponierung bedeutete die thermische Entsorgung von Auto-RESH ein grosser ökologischer Fortschritt und eine Pioniertat, die jedoch auch rund dreimal höhere Kosten verursachte. Die Stiftung unterstützt die Auto-RESH-Entsorgung der Shredderwerke mit namhaften Entsorgungsbeiträgen, um die Differenz der höheren Kosten im Vergleich zum Ausland auszugleichen.
Die Schweiz übernahm mit der thermischen Entsorgung von Auto-RESH in Europa eine Vorreiterrolle. In allen anderen Staaten wurde und wird RESH teilweise immer noch deponiert.
Nachdem die Stiftung in den Jahren 2001-2005 detailliert abklären liess, ob eine spezielle RESH-Verwertungsanlage in Monthey (VS) nach dem Reshment-Verfahren realisiert werden könnte, musste der Stiftungsrat im September 2005 wegen den sehr hohen Kosten auf den Bau der Anlage verzichten.
Der Stiftungsratsausschuss hat im Dezember 2007 entschieden, bei der KVA-Entsorgung als strategische Hauptlösung zu verbleiben. Die Entsorgung beruht auf bestehenden Anlagen mit kurzen Entsorgungswegen und der RESH wird im Inland entsorgt.
Die verbesserten mechanischen Trennverfahren sind weiterhin mit Problemen und Schwierigkeiten behaftet und in der Schweiz keine gesetzlich anerkannten Entsorgungswege.
Fortschrittliche und innovative KVA-Betreiber haben im Laufe der Jahre immer wieder zusätzliche Verbesserungen realisiert, so bei der Energienutzung und der Rückgewinnung von Wertstoffen.
Um der technischen und nachhaltigen Weiterentwicklung der KVA-Lösung den nötigen Impuls zu geben, wurde das Paul Scherrer Institut (PSI) der ETH Zürich beauftragt, eine wissenschaftliche Untersuchung vorzunehmen mit dem Ziel, die KVA-Lösung zu prüfen und mögliche Verbesserungen vorzuschlagen. Das Ergebnis ist erfreulich und lässt sich wie folgt zusammenfassen:
- Die KVA-Lösung ist technisch robust und bewährt.
- Sie ist ökologisch und wirtschaftlich befriedigend und mit anderen Verfahren vergleichbar.
- kurze Entsorgungswege
- im Inland entsorgt
- Verbesserungen im Bereich der Rückgewinnung von Wertstoffen sind möglich. Die Rückgewinnung erfolgt mit Vorteil erst nach dem Verbrennungsprozess aus der KVA-Schlacke und aus der Filterasche.
- Eine verbesserte KVA-Lösung (KVAplus) ist voraussehbar die beste der machbaren Lösungen.
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